Schwäbischer Posaunendienst - ein Genuss am Samstagabend

P1020795.JPGAm vergangenen Samstag, den 28 April fand ein weiterer Höhepunkt im sechzigsten Jubiläumsjahr des Posaunenchors Löchgau statt. Der Schwäbische Posaunendienst des Evangelischen Jugendwerks Württemberg unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Hans-Ulrich Nonnenmann war zu Gast in der Peterskirche. Knapp 200 Zuhörer aus Löchgau, dem Kirchbezirk und dem ganzen „Ländle“ kamen um sich das Konzert nicht entgehen zu lassen. Zu Beginn wurde eine beeindruckende Komposition von Johann Sebastian Bach, in einem Arrangement für einen zwölfstimmigen Bläserchor, geboten. Nach einer kurzen Begrüßung ließen die Bläser „Die Moldau“ von Friedrich Smetana durch die Peterskirche fließen. Das Stück wird auch in einem angepassten Satz im Rahmen des 29. Landesposaunentages am 1. Juli 2018 in Ulm aufgeführt. Gemeinsam mit allen Anwesenden wurde das bekannte Kirchenlied „Ich singe Dir mit Herz und Mund“, gedichtet von Paul Gerhardt und nach einer Komposition von Ralf Gössler, gesungen. Im Folgenden nahm der Posaunendienst die Zuhörer in die Zeit der moderneren Kirchmusik und Komponisten mit.

DSC00443.JPG„One More Dance“ und „A Little Romance“ von Michael Schütz, zwei Sätze der neueren Popularmusik, begeisterten die Anwesenden. Mit den ausdruckstarken Sätzen „Come to the Water“ von Gerhard Luchterhandt und „Liebe ist nicht nur ein Wort“ in einer Komposition von Helmut Lammel durften die Zuhörer die Zusage, die uns in den Kirchliedern gegeben ist, neu erfahren. Im Lied „Ich sing dir mein Lied – in ihm klingt mein Leben“, wurde eindrucksvoll gezeigt, was moderne Kirchenmusik zu leisten vermag. Der etwas nachdenkliche Satz von Michael Junker, den auch der Löchgauer Posaunenchor am Ostermorgen spielte, gefolgt von einem Satz, den Werner Petersen im Calypso-Rhythmus komponierte, machten klar, dass das Lob Gottes viele Klangfarben hat.

P1020793.JPGDie Facetten eines zwölfstimmigen Bläserchores wurden dann deutlich, als der Schwäbische Posaunen­dienst mit den Stücken „Sonata Praeclassica“ von Jan Koetsier und der Sinfonie Nr. 5 „Reformations-Sinfonie“, 4. Satz von Felix Mendelssohn Bartholdy die Löchgauer Peterskirche in eine wunderbare Klangwelt einhüllte. Mit Zuversicht und unterlegt mit einem Arrangement von Gerhard Luchterhand sangen die Anwesenden den Choral „Vertraut den neuen Wegen“. Pfarrerin Dorothee Lächler nahm die Zuhörer mit einem Gebet und Segen in den bevorstehenden Sonntag hinein, bevor die Bläser mit „Friede über Israel“ aus dem Schlusschor der Kantate BWV 34 von Johann Sebastian Bach den Abschluss des 1 ½ stündigen Konzerts einleiteten. Der anhaltende Applaus der Zuhörer konnte dem Posaunendienst noch zwei Zugaben entlocken, welche die Bläser mit einem Segenslied beendeten. Für Löchgau war dieses Konzert ein musikalischer Höhepunkt.